Wie schon erwähnt, bin ich reuemütig ins Hotel Sun Palace zurückgekehrt. Es gefällt mir einfach dort, vor allem die familiäre Atmosphäre. Ich kenne dort die Geschäftsleitung und das Personal, viele seit Jahren. Immerhin war dieses mein achter Aufenthalt dort. Ich bin hier zuhause. Und ich treffe auch immer wieder Gäste, die ich von vorherigen Urlauben kenne.
In lustiger Runde mit anderen Stammgästen, vorne links David aus Exeter
Meine kleine Freundin Anetta mit ihrer Mutter Albena, die hauptsächlich an der Snackbar arbeitete.
Sascha und Anifere
Slavi
Radostina
v.l.n.r.: Sara, Svetoslav, Emilia und Semra. Im Hintergrund wacht die Sicherheit
Hier ist Mitko dabei
Petja
Dani, sie kenne ich schon seit 2006
Anifere
Hristo
und natürlich Peni
Atanas, er arbeitet meistens an der Innenbar
Emilia
Semra
Mir hat es dort so gut gefallen, und die Wetteraussichten waren auch Spitze, dass ich meinen Urlaub um eine vierte Woche verlängert habe. Und ohne dass ich das gewollt oder gar bestellt habe, wurde ein Tisch für mich reserviert.
Hier stoße ich mit dem Manager an
Und hier mit dem Chefkoch
Stanislawa (links) und Milena sind für meinen Tisch verantwortlich
Ich benötigte natürlich keinen Tisch für mich alleine, aber mitunter war es sehr voll, sodass es sehr angenehm war, sich nicht um einen freien Platz kümmern zu müssen. Es haben sich natürlich auch andere Gäste zu mir gesetzt und auf diese Weise habe ich interessante Menschen kennen gelernt. Etwa einen Holländer, der die russische und armenische Sprache beherrschte. Oder zwei sehr gebildete ältere Damen (Mutter und Tochter) aus Sofia, mit denen ich mich nicht nur ausgezeichnet auf Deutsch unterhalten konnte, sondern die auch die Bücher von Angelika Schrobsdorff kannten und von ihrem Aufenthalt in Buchowo wussten.
Man musste gar nicht selber tanzen, man konnte auch Tänzerinnen engagieren. Anelia, die auch an der Hotelbar arbeitete, und eine Tanz-Kollegin führten auf Wunsch orientalischen Bauchtanz vor. Eine deutsche und eine griechische Reisegruppe hatten dies über die Hotelleitung gebucht. Es soll gar nicht so teuer sein, nur 60 Lewa. Aber das ist vermutlich Verhandlungssache.
Anelia
ihre Kollegin
Richtig Stimmung kam auf, wenn griechische oder vor allem bulgarische Gäste anwesend waren. Der Livemusiker, der gleiche wie im Frühsommer, spielte dann deren Musik, vor allem auch Horo. Und dann ging die Post ab, viele tanzten, vor allem wenn „Bjala Rosa“ gespielt wurde.
An einem langen Wochenende, am Donnerstag war bulgarischer Nationalfeiertag, fetete dort eine Gruppe von 120 Bulgaren. Sie hatten ihren eigenen Diskjockey mitgebracht und ihr eigene Musik. Für mich war der Donnerstag eigentlich der letzte Abend meines schon um eine Woche verlängerten Urlaubs. Aber die Stimmung war dermaßen toll, dass ich die übrigen Abende miterleben wollte, an denen die Bulgaren feierten. Sascha merkte das wohl, grinste mich an und fragt „Oschte edna sedmitza?“ (Noch eine Woche?) Kurzentschlossen entschied ich „Ja!“
Die Reiseleiterin, die mich mit dem Bus in der Nacht abholen wollte, war völlig entgeistert, als ich ihr eröffnete, dass ich nicht mitkommen würde. Aber was sollte sie machen? Total erstaunt waren auch der Manager, der Chefkoch und viele vom Personal, von denen ich mich am Vorabend feierlich verabschiedet hatte und die mich am nächsten Morgen sahen.
In dieser Woche ist nicht mehr viel passiert, außer dass ich vom Personal zu einer tollen privaten Feier eingeladen wurde. Auch hier wurde viel getanzt und alle waren begeistert, als ich als Dank für die Einladung die bulgarische Nationalhymne gesungen habe.
"Gorda Stara Planina..."
Aber auch der längste Urlaub geht einmal zu Ende und nach der fünften Woche brach wirklich mein letzter Abend an. Ganz gerührt war ich, als das Personal extra noch einmal für mich den Horo tanzte! Klar ist, wenn es irgendwie geht, bin ich nächstes Jahr wieder da! Versprochen!